Seit der frühen Neuzeit waren Hammerwerke mit der Fertigung von Messinghalbzeug befasst. Die Schmelze wurde flach ausgegossen, die Messingplatten in Streifen zersägt und unter dem Hammer zu Messingblechen. Dieses Halbzeug wurde in Messingstampfen oder Kupferschmieden zu den verschiedensten Produkten verarbeitet.

Europäische Zentren der Messingherstellung waren Dinant, Aachen, Braunschweig sowie Nürnberg, das vom 15. bis ins 19. Jh. einen hervorragenden Ruf für seine Messingprodukte hatte.

Im Kreis Olpe hatte die Verarbeitung von Kupfer auf Kupferhämmern und Kupferwalzen eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurück reichte. Aber erst mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Finnentrop über Attendorn nach Olpe, konnte eine überregionale Produktion beginnen. Die älteste Metallwarenfabrik in Attendorn geht auf eine Gründung des Rheinländers Mathias Kutsch zurück, der schon 1828 mit der Produktion von Bau- und Herdbeschlägen sowie Knöpfen den sog. „Gelbguss“ etablierte. Engelbert Isphording gilt als Begründer der ältesten Armaturenfabrik im Kreis Olpe. Er meldete seinen Betrieb im Jahre 1843 an.. Dies war der Startschuss für die erfolgreiche Messinggießereien und Armaturenfabriken in der Stadt.

Es handelt sich um eine Wanderausstellung des Deutschen Messingmuseums, Krefeld