
„Erklärungen finde ich völlig überflüssig. Wenn ein Bild den Betrachter nicht unmittelbar berührt, dann fehlt etwas.“ (Emil Schumacher)
Der Maler und Grafiker Emil Schumacher wurde 1912 in Hagen geboren; er verstarb 1999 auf Ibiza. Er ist einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Informel und der Nachkriegs-Avantgarde. Nach Krieg und Faschismus hat Emil Schumacher den Neuanfang wörtlich genommen und einen radikalen Neuanfang gewagt.
Die Ausstellung beleuchtet die Bedeutung des Themas „Mensch und Tier in der Natur“ im Werk Emil Schumachers. Die sogenannte Pastorale wirft gleichzeitig auch ein neues Licht auf die ausgeprägten landschaftlichen Assoziationen in den abstrakten Werken der 1960er- und 70er-Jahre. In seinem Spätwerk der 1980er- und 90er-Jahre griff Schumacher das Thema mit ungebrochener Erfindungskraft erneut auf und schuf gegen Ende des 20. Jahrhunderts einen eigenständigen Beitrag zur Tradition der Bukolischen Dichtung in der Malerei, deren Ursprünge bereits auf die Zeit vor der hellenischen Antike zurückgehen.
Der Dank geht an das Emil Schumacher Museum, das diese Ausstellung ermöglicht hat.

Emil Schumacher, Camosco, 1992, Öl auf Holz, 125 x 170 cm, Emil Schumacher Museum, Hagen
Die Eröffnung der Sonderausstellung wird von Monika Löcken, der Leitung des Südsauerlandmuseums Attendorn, moderiert.
Der Landrat des Kreises Olpe, Theo Melcher, spricht ein Grußwort.
Lara Kemler, vom Emil Schumacher Museum Hagen, führt inhaltlich in die Ausstellung ein und Annina Struve begleitet die Eröffnung musikalisch.